Übervolle Klassen für die neuen Fünftklässler drohen

Nach dem der Pandemie geschuldeten turbulenten Schuljahr stehen jetzt die Sommerferien vor der Tür und damit für viele ViertklässlerInnen der Wechsel von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen. „Die Kennlern-Tage haben stattgefunden. Die Kinder konnten die ersten Kontakte zu den neuen MitschülerInnen und den Lehrern knüpfen“, erläutert Stotz und führt weiter aus „nun soll aber nach Willen der Schulministerin Yvonne Gebauer die Klassen zusammengelegt und damit vergrößert werden. 34 Kinder und mehr könnten so in einer Klasse zusammengefasst werden.

Marlies Stotz, langjährige Schulpolitikerin für den Kreis Soest im Düsseldorfer Landtag, ist fassungslos. „Mich habe zahlreiche Zuschriften und Anrufe von besorgten Eltern erreicht“, sagt Stotz und hat umgehend reagiert. Mit einer Kleinen Anfrage stellt Stotz der Landesregierung unangenehme Fragen nach Sinn und Zweck der Klassenvergrößerung an den städtischen Gymnasien in Soest, Erwitte und Werl. „ Gerade vor dem Hintergrund des wirklichen schwierigen Schuljahrs für alle, verdienen die Fünftklässler und auch die Lehrerinnen und Lehrer einen gutes pädagogisches Umfeld und keine Massenabfertigung“, sagt Stotz.

Pure Lippenbekenntnisse sind demnach die Ankündigungen im neuen Schuljahr noch mehr Unterstützung als üblich anzubieten, sollte die Landesregierung an den übervollen Klassen festhalten.