Corona und die Feuerwehr: „Schnelleres Impfen muss möglich sein!“

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„Die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Soest schlagen zur Recht Alarm“, kommentiert die heimische Landtagsabgeordnete und SPD-Kreisvorsitzende Marlies Stotz die einstimmig gefasste Resolution der Feuerwehren in NRW. „Ich halte die Sorge der Kameraden*innen absolut für gerechtfertigt, sich im Rettungseinsatz nicht ausreichend vor Corona geschützt zu fühlen“, so Marlies Stotz weiter, „ auch die Sorge der Kameraden*innen, das Virus in ihre Familien aufgrund einer Infizierung im Einsatz hineinzutragen, ist menschlich total nachvollziehbar.“  Hier sei der oberste Dienstherr, sprich das Land an vorderster Stelle gefordert, alles daran zu setzen, um die Feuerwehrangehörigen im Einsatz vor einer Corona-Infektion besser zu schützen.

 

In der Resolution wird darauf hingewiesen, dass Feuerwehrangehörige in erhöhtem Maße im Kontakt mit anderen Menschen stehen und damit automatisch einem höheren Infektionsrisiko mit Covid-19 ausgesetzt sind. Die in der Resolution zum Ausdruck gebrachte Befürchtung um die Funktionsfähigkeit der Feuerwehren liegt nach Auffassung der SPD im Kreis Soest auf der Hand. „Alleine das gemeinsame Ausrücken im Fahrzeug führt zu einer Kontaktintensität der Mannschaften untereinander, so dass man spätestens mit der um sich greifenden „britischen Mutante“ ohne Impfschutz den baldigen Ausfall kompletter Einheiten riskiert“, sieht auch der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Christian Klespe, hier dringenden Handlungsbedarf. „Wir laufen Gefahr, den Brandschutz und Hilfeleistungen durch die ehrenamtlichen Kameraden*innen ernsthaft zu gefährden“ pflichtet Erwin Koch, Sprecher im Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen, bei, „deshalb erwarten wir auch von den Bürgermeistern und der Landrätin im Kreis Soest hier deutlich mehr Druck auf das Land auszuüben  um den Feuerwehrangehörigen ein Impfangebot zu machen“.

 

Abschließend weist Marlies Stotz darauf hin, dass die SPD-Landtagsfraktion das Thema bereits auf die Tagesordnung des nächsten Innenausschusses am 15. April hat setzen lassen: „Hier erwarten Antworten von Innenminister Reul und Gesundheitsminister Laumann, wie der Schutz der Kameraden*innen im Einsatz gewährleistet werden kann“.